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Wahlparteitag der FDP Jüchen zur Kommunalwahl |
Am 21.
Januar 2009 wählte der FDP-Ortsverband Jüchen auf einem ordent- lichen
Wahlparteitag im Rathaus die
Kandidatinnen und Kandidaten für die
Wahl zum Gemeinderat am 30. August 2009. Die
Versammlung wurde geleitet von Egon
Klein.
Als
Direktkandidaten für die 19 Wahlbezirke
wurden in geheimer Wahl gewählt:
Jüchen 1,
Schwedesky, Christiane,
Chefsekretärin
Jüchen 2, Klein, Egon,
Diplom-Mathematiker
Jüchen 3, Unrein, Wilfried,
Industriekaufmann
Jüchen 4, Unrein, Hildegard, Anwalts-
u. Notargehilfin
Garzweiler, Thelen, Konrad,
Unternehmer
Jüchen, nördliche Ortschaften,
Becker, Gertrud, graph.
Facharbeiterin
Hochneukirch 1, Kux, Peter,
Grundschullehrer
Hochneukirch, Hackhausen, Spenrath,
Cwik, Jan, Student
Hochneukirch 3, Anraths, Carsten,
Betriebswirt
Hochneukirch 4, Kux, Hildegard,
Hausfrau
Hochneukirch, Holz, Mostert, Marcel,
IT-Systemelektroniker
Hochneukirch, Otzenrath, Rosendahl,
Ute
Jüchen, Priesterath, Stolzenberg,
Kelzenberg, Finken Walter,
Studiendirektor
Gierath, Dr. Send, Reinhard,
Beamter
Gierath, Gubberath, Quellmann,
Christa, Maklerin
Bedburdyck, Altenberg, Herbert,
Studiendirektor
Bedburdyck, Stessen, Scharner,
Heinz-Georg, Angestellter
Aldenhoven, Damm, Dr. Dietrich,
Rüdiger, Diplom-Biologe
Walllrath, Schlich,Neuenhoven,
Fillmann, Heinz-Peter, Rentner
Willi
Falkenberg und Helmut Friedrich traten
aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl
an, Egon Klein dankte für das
jahrzehntelange Engagement im FDP -
Ortsverband Jüchen.
Anschließend wählte der Wahlparteitag
die Kandidatinnen und Kandidaten für die
Reserveliste, dabei blieben die ersten
vier Plätze unverändert, Altenberg wird
also erneut als Spitzenkandidat die
Liberalen in den Wahlkampf führen.
Die
Plätze 1-15 der Liste:
Platz 1, Herbert
Altenberg, (Bed)
Platz 2, Walter Finken, (Jü)
Platz 3, Peter Kux, (Hn)
Platz 4, Hildegard Unrein,
Platz 5, Wilfried Unrein
Platz 6, Konrad Thelen
Platz 7, Carsten Anraths
Platz 8, Hildegard Kux
Platz 9, Marcel Mostert
Platz 10. Christiane Schwedesky
Platz 11. Ute Rosendahl
Platz 12. Gertrud Becker
Platz 13. Dr. Rüdiger Dietrich
Platz 14. Egon Klein
Platz 15. Jan Cwik
Auf die
Wahl einer Bürgermeisterkandidatin/eines
Bürgermeisterkandidaten verzichtete die
Wahlversammlung, da sich keine
chancenreiche personelle Besetzung
anbot.
Neben dem
Ziel, eine absolute Mehrheit der CDU im
Gemeinderat zu verhin- dern, wird die
FDP weiterhin für eine konstruktive
Politik eintreten, die das in Jüchen
vorhandene Entwicklungspotenzial nutzt,
damit die Gemeinde sich in der
aufstrebenden Region behauptet, sich
maßvoll weiterentwickelt, ihre örtlichen
Reize bewahrt und an Lebensqualität
gewinnt.
Besondere
Schwerpunkte sehen die Liberalen in der
Wirtschaftsförderung, in der
Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur
(Umgehungsstraßen), in der Ausweitung
der Betreuungsangebote in Kitas,
Grundschulen und weiterfüh- renden
Schulen, in der Verbesserung der
Sportinfrastruktur (Kunstrasenplätze,
Halle Gierath) und in der Erschließung
von Jüchen West.
Dabei wird
die FDP die Haushaltskonsolidierung
nicht aus dem Auge verlieren und
besonders darauf achten, dass die
Gemeinde Handlungsspielraum behält und
nicht wieder in die Haushaltssicherung
abgleitet.
Standpunkte der FDP Jüchen zur
Gemeindepolitik
Weitere
Gewerbegebiete in Jüchen
Wir treten
ein für die Förderung von Handel und
Gewerbe. Wir wollen, dass die
ausgewiesenen Gewerbegebiete
professionell vermarktet werden und
weitere Gewerbegebiete in Jüchen "Neusser
Straße" (Nord) und südlich der A46 im
Sicherheitsstreifen von Garzweiler I
bereitgestellt werden.
Nur so
werden weitere ortsnahe Arbeitsplätze
geschaffen. Mittelfristig wird zudem
wegen verstärkter Wohnbebauung in den
Siedlungsschwerpunkten von Hochneukirch
- Jüchen(West/Ost) -Gierath/Bedburdyck
das Angebot an Geschäften und übrigen
Dienstleistungen sich nachhaltig
verbessern. Als Ansiedlungsanreiz strebt
die FDP eine Senkung der gemeindlichen
Steuern an.
Den Bau
einer Biogasanlage am Standort RegioPark
durch die NVV lehnen wir ab. Den Bürgern
im westlichen Gemeindegebiet sind
weitere Belastungen nicht zuzumuten.
Zudem ist nicht auszuschließen, dass
eine Biogas-Anlage die Vermarktung der
übrigen Areale negativ beeinflusst.
Ansonsten
befürworten wir Energiegewinnung aus
Biomasse ausdrücklich und sehen darin
eine Chance für die landwirtschaftlichen
Betriebe in der Gemeinde, mittel- und
langfristig ihre Existenz zu sichern.
Mehr
Verkehrssicherheit
Schon vor
mehr als 20 Jahren hat sich die
FDP-Fraktion im Jüchener Rat für eine
Ortsumgehungsstraße von Hackhausen
eingesetzt. Leider scheiterten diese
Pläne nicht nur an der ablehnenden
Haltung der Grund-
stückseigentümer, sondern auch später an
dem mangelnden Willen der politisch
Verantwortlichen, diese Idee bei der
Planung für das Umsiedlungsgebiet
Otzenrath/Spenrath aufzugreifen und in
die Tat umzusetzen. Mittlerweile sehen
alle zuständigen Stellen in der Gemeinde
und im Kreis ein, dass die
Verkehrssituation in der Ortschaft
Hackhausen und in etlichen weiteren
Ortsteilen der Gemeinde unbefriedigend
ist und Handlungsbedarf besteht Der
aufgestellte Verkehrsentwicklungsplan
ist ein erster wichtiger Schritt zur
Lösung der Probleme.
Ziel ist es vor allem, bereits heute ein
zukunftsträchtiges Verkehrsnetz für die
Zeit nach dem Tagebau zu entwickeln, das
auch sämtliche Zwischenschritte im
zeitlichen Ablauf berücksichtigt und
sinnvoll miteinander verknüpft. Dabei
kommen dem Bau einer westlichen Umgehung
von Jüchen und einer Verbindung von der
Holzer Straße zur BAB AS Wanlo südlich
der A46 erhebliche Bedeutung zu.
Mehr
Solidarität im Kreis
Wiederholt
hat die Gemeinde erfahren müssen, dass
der Rhein-Kreis Neuss sich ihr gegenüber
nicht immer partnerschaftlich verhalten
hat. In Fragen der Umsiedlung, der
Finanz- und Haushaltspolitik ebenso wie
bei der Realisierung von
verkehrsberuhigenden Maßnahmen und
Genehmigungen für Lückenbebauungen in
kleineren Ortschaften zeigte sich der
Kreis oft zögerlich und wenig gemeinde-
bzw. bürgerfreundlich. Daher werden wir
uns weiterhin für mehr
Kooperationsbereitschaft des
Rheinkreises einsetzen und mehr
Solidarität in der Kreisgemeinschaft
einfordern.
Mehr
lebendige Partnerschaft
Die
Partnerschaft mit Leers ist ein hohes
Gut. Zur Auffrischung der 25-jährigen
traditionsreichen Beziehung fordern wir
Bürger, Kirchengemeinden, Vereine,
Parteien, Betriebe, Jugend- und
Seniorenorganisationen auf, nach
Möglichkeiten der Ausgestaltung zu
suchen. Hilfreich ist dabei, wenn
Schulen und Kindergärten das Erlernen
der französischen Sprache so früh wie
möglich anzubieten .
Mehr
qualifizierte Ganztagsbetreuung
Für junge
Familien ist das Betreuungsangebot vor
Ort von großer Bedeutung. Neben der
"Offenen Ganztagsschule", die in allen
gemeindlichen Grundschulen realisiert
worden ist, fordert die FDP eine
qualifizierte und für die Kommunen
dauerhaft finanzierbare
Ganztagsbetreuung von Kindern im
Grundschulalter. Die
Ganztagsgrundschule sichert vor allem
für junge Mütter die Vereinbarkeit von
Familie und Beruf. Ein weiterer Baustein
der Ganztagsbetreuung ist die
Tagespflege, welche durch das Anfang
2005 in Kraft getretene
"Tagesbetreuungsausbaugesetz"
aufgewertet worden ist. Eine Umsetzung
der verschiedenen Bausteine der
Ganztagsbetreuung im Grundschulbereich
qualifiziert nach Auffassung der FDP
Jüchen als familien- und
kinderfreundliche Gemeinde.
Vorschulische Erziehung aufwerten
Bereits im
Kindergarten sollte durch gezielte
pädagogische Arbeit Kindern die
Möglichkeit geboten werden, ihre
sozialen, motorischen und kognitiven
Fähigkeiten frei zu entwickeln. So
sollten sie einen fairen Umgang
miteinander lernen und eine kindgemäße
Teamfähigkeit erfahren. Auch sollte
kindgerecht ein erstes
Demokratieverständnis vermittelt und ein
offenes Verhältnis zu Fremdsprachen
gefördert werden.
Um die
Ausbildung dieser Kompetenzen zu
erreichen, ist es notwendig, dass die
Gemeinde Jüchen entsprechend
qualifiziertes Personal einsetzt. Die
FDP hat im Rat darauf geachtet, dass
Kindergärten und Grundschulen ortsnah
errichtet worden sind. Damit kann im
letzten Kindergartenjahr ein fließender
Übergang in die Grundschule ermöglicht
werden.
Mehr
Finanzkraft
Wir treten
ein für eine solide und sparsame
Haushalts- und Finanzpolitik, nur so
können wir den Handlungsspielraum
gewinnen, den Jüchen für seine
Weiterentwicklung braucht. Wir wollen
Ausgaben im Verwaltungshaushalt so
niedrig wie möglich halten, damit die
Investitionen, die für die
Weiterentwicklung der Gemeinde notwendig
sind, angepackt und realisiert werden.
Zudem müssen konsequent alle
Möglichkeiten genutzt werden,
Fördermittel von EU, Bund oder Land für
anstehende Projekte zu erhalten. Pannen
wie bei der Errichtung der Realschule
können wir uns kein zweites Mal leisten.
Erfahrung von Senioren nutzen
Im Jahre
2005 wird mehr als ein Viertel der
Kreisbevölkerung 60 Jahre und älter
sein. Mit wissenschaftlicher
Unterstützung hat die Kreis-Kommission "Silberner
Plan" Handlungsempfehlungen und Ziele
für die Seniorenpolitik im Kreis Neuss
vorgestellt. Christa Quellmann,
Sachkundige Bürgerin für die
FDP-Kreistagsfraktion, unterstrich,
dass es auch wichtig sei, die
Rahmenbedingungen für ehrenamtliches
Engagement von Senioren zu fördern. Das
Wissen und die Erfahrung älterer
Menschen sollten genützt werden,
beispielsweise im Sozial- und
Bildungsbereich. Sie plädierte, auch in
der Seniorenpolitik stärker zwischen den
"jungen Alten" und den Hochbetagten zu
differenzieren. Da Familienstrukturen
immer mehr verloren gingen, lebten immer
mehr ältere Menschen alleine. Das stelle
die Politik vor ganz neue
Herausforderungen.
Mehr
Demokratie für Jüchen - FDP!
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